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Kunst am Campus
Monumentaler Kopf von Hede Bühl

Eine bronzene Plastik auf einer Stele vor Glasfenstern Zoom

Kraftvoll und erhaben: ein bronzener Kopf von Hede Bühl im Verwaltungsgebäude 16.11.

Manch einer stutzt im Foyer des Verwaltungsgebäudes 16.11 der Heinrich-Heine-Universität. Hier steht auf einer weißen Metallstele eine Bronzeskulptur der Düsseldorfer Künstlerin Hede Bühl. Die Plastik ist glänzend poliert, sodass sich Lichter, Fenster und Personen auf der Oberfläche widerspiegeln. 2006 kam sie als Dauerleihgabe der Stadt Düsseldorf an den Campus.

Die imposante Skulptur misst 73 x 60 x 40 Zentimeter und formt einen Kopf, jedoch ohne Konturen und auf einfachste Grundformen reduziert. Bei genauer Betrachtung wird erkennbar, dass er bandagiert ist – etwa zehn Zentimeter breite Streifen scheinen um den kompletten Kopf gewickelt und kreuzen sich. Die Plastik ist außerdem auf der einen Seite breiter und läuft gegenüberliegend schmal zu, wodurch der Eindruck eines Schädels manifestiert wird.

Dem Betrachter erschließt sich die Skulptur erst langsam, was zu unterschiedlichen Interpretationen führt: Zum einen scheint der Kopf zum Bersten prall und von einer schmerzhaften Kraft unter Druck gesetzt, die von diesem verbundenen Körper ausgeht. Andererseits wirken die bronzefarbene, glatte Oberfläche und die abgerundeten Formen ruhig und kontemplativ; die Bandagen deuten Sicherheit an und erinnern in ihrer Kompaktheit an einen schützenden Helm. Die Künstlerin gestattet somit allen, ihre Skulptur vielseitig zu deuten.

Bühl hat Köpfe dieser Art zumeist aus unterschiedlichen Materialien, oft aus Bronze und Stein, seltener aus Aluminium oder Kunststoff gefertigt. Auch ganze Figuren in verschiedenen Positionen sind in den vielen Jahren ihrer Schaffenszeit entstanden.

Hintergrund

Geboren wurde Hede Bühl 1940 in Haan bei Düsseldorf. Von 1958 bis 1963 studierte sie bei Sepp Mages und Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie und arbeitete zeitweilig im Atelier des Bildhauers Ewald Mataré, dessen Einfluss in ihrer Stilisierung des Körpers erkennbar bleibt. Ihre Arbeit wurde oft ausgezeichnet – so auch 2007 mit dem Käthe-Kollwitz-Preis – und viele Skulpturen befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen. Hede Bühl lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Weitere Folgen der Serie „Kunst am Campus“

Autor/in: Redaktion/SG
Kategorie/n: INTRANET News, Kunst am Campus