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HHU Intern Detail

Neue Folge: Kurz und klar
Kurioses zum Heine-Zitatwettbewerb

„Mein liebstes Heine-Zitat 2021“ – der inspirierende Wettbewerb geht in die 11. Runde. Alle Angehörigen der Heinrich-Heine-Universität können bis zum 9. Dezember 2021 aus zehn Zitaten jenes wählen, welches sie am meisten anspricht. Hinter der Aktion steckt Dr. Arne Claussen. Der Stellvertretende Leiter der Pressestelle verrät amüsante Details und ist sich sicher, dass ihm die Sinnsprüche nie ausgehen werden.

Portrait von Arne Claussen Zoom

Der Schatz an geflügelten Worten Heinrich Heines ist unerschöpflich: Dr. Arne Claussen wählt jedes Jahr neue Sinnsprüche des großen Denkers für den Zitatwettbewerb aus.

Sie sind selbst Naturwissenschaftler – wie finden Sie jedes Jahr neue Zitate?
Stimmt, als Physiker ist Heinrich Heine nicht meine erste wissenschaftliche Bezugsperson. Aber direkt zu Dienstbeginn 2008 lag ein kleines Bändchen mit Texten von Heine auf meinem Schreibtisch, und seitdem begegnet mir unser Namensgeber beinahe täglich. Irgendwann habe ich eine Datei mit Heine-Zitaten angelegt, die jährlich wächst, wenn ich wieder auf einen besonders prägnanten Satz stoße. Hieraus bediene ich mich für den Wettbewerb, lasse über die Auswahl zudem Kollegen aus der Pressestelle schauen. Meine größte Sorge: Ich wähle ein Zitat aus, welches doch nicht von Heine stammt – 100 Prozent werkssicher bin ich nicht – und das wird dann auch noch gewählt.

Gab es in all der Zeit Überraschungen?
Auf jeden Fall! Sicherlich am aufregendsten war der Hackerangriff im Jahr 2015. Da hatte sich ein Studierender Zugriff zum System verschafft und in die Liste aller Stimmen haufenweise falsche Einträge geschrieben – auch zu gar nicht zur Abstimmung stehenden Zitaten. Das ist zum Glück den Kollegen am ZIM aufgefallen, die den Wettbewerb technisch immer unterstützen. Sie haben den Schlawiner schnell überführt und konnten die Manipulation rückgängig machen. Heine hätte der Streich vielleicht gefallen. 

Haben Sie ein Zitat, das Sie schon länger begleitet und erfreut – Ihr liebstes Zitat also?
Das ist aktuell ein Bonmot aus Heines „Harzreise“, was im Wettbewerb 2020 zur Auswahl stand: „Das ist schön bei den Deutschen: Keiner ist so verrückt, dass er nicht einen noch Verrückteren fände, der ihn versteht.“ Es wurde leider nicht gewählt, aber das letztjährige Siegerzitat passte einfach zu gut in die Corona-Zeit: „Ich schreibe diese Zeilen in den letzten Stunden des scheidenden bösen Jahres. Das neue steht vor der Thüre. Möge es minder grausam seyn als sein Vorgänger!“ Übrigens ist es sehr schön, am Campus immer wieder auf Zitate aus dem Wettbewerb zu stoßen: etwa an der Glasfront von Gebäude 23.01.

Noch bis zum 9. Dezember kann hier abgestimmt werden. Wer gewinnt, bekommt ein mit dem Siegerzitat bedrucktes Kleidungsstück. Die zehn Trostpreise sind 3D-gedruckte Repliken der Heine-Statue vor der ULB. Zu Heines Geburtstag, am 13. Dezember, werden die Ergebnisse veröffentlicht.

Weitere Interviews der Reihe (teilweise nur im Intranet verfügbar):

Kurz und klar, Folge IX zum Wintersemester

Kurz und klar, Folge VIII zum Gender-​Pay-Gap

Kurz und klar, Folge VII zur Onlinelehre

Kurz und klar, Folge VI zu nachhaltigem Verhalten

Kurz und klar, Folge V zu Präsenzprüfungen

Kurz und klar, Folge IV zur Hochschulentwicklung

Kurz und klar, Folge III zu Risikogebieten

Kurz und klar, Folge II zu Coronamaßnahmen

Kurz und klar, Folge I zur Corona-App

Autor/in: Die Fragen stellte Katrin Koster.
Kategorie/n: Kurz & klar, INTRANET News, hhu-intern, Newsticker