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Zur nationalen Forschungsoffensive: Bioökonomieforschung an der HHU

Am 10.11. haben Staatssekretär Dr. Robert Kloos (Bundesministerium für Landwirtschaft und Verbraucher) und Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, die „Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie2030 der Bundesregierung“ verkündet.

 

Bereits am 21. Oktober hatte sich die Heinrich-Heine-Universität gemeinsam mit den Universitäten RWTH Aachen und Bonn sowie dem Forschungszentrum Jülich im bundesweit ersten Bioökonomie Science Center zusammengeschlossen.

 

Die beteiligten Institutionen kooperieren hier in einem neuen, europaweit einmaligen integrativen Netzwerk.

Die Forschungseinrichtungen bündeln im BioSC die wissenschaftliche Kompetenz von mehr als 50 ihrer Institute. BioSC ist das erste Zentrum in Europa, das mit einem integrativen Gesamtkonzept Forschung auf dem zukunftsweisenden Feld der Bioökonomie betreibt.

Was ist Bioökonomie? Das Wort bezeichnet den innovativen Verbund von Forschung und industrieller Anwendung, der sich auf biologische Ausgangsstoffe stützt und nachhaltige Problemlösungsverfahren entwickelt. Hierzu zählen Land- und Forstwirtschaft, Nahrungsmittel- und Chemikalienherstellung und viele andere bio-basierte Industrien, vor allem die Biotechnologie. Wissenschaftler der Heinrich-Heine-Universität erforschen unter anderem die automatisierte Produktion von Pflanzen, neue Verfahren zur Verarbeitung von Biomasse und den Einsatz von Mikroorganismen zur Herstellung von Werkstoffen. Alles im Sinne einer nachhaltigen Bioökonomie. So soll es in Zukunft beispielsweise möglich sein, Umweltschadstoffe in einen positiven Beitrag zum Klima umzuwandeln.

„Wir wissen, dass wir bis zum Jahr 2050 doppelt so viele Nahrungsmittel wie heute benötigen, um die Weltbevölkerung zu ernähren. Zudem hat der Klimawandel deutlich spürbare Konsequenzen, und schließlich werden unsere Vorräte an fossilen Rohstoffen, insbesondere an Erdöl, drastisch abnehmen. Das BioSC wird sich dieser Probleme annehmen und versuchen, Lösungswege zu entwickeln“, erklärt Prof. Dr. Karl-Erich Jaeger, Leiter des Instituts für Molekulare Enzymtechnologie der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und einer der Geschäftsführenden Direktoren des neuen BioSC.

Die Entwicklung einer leistungsfähigen Bioökonomie ist eine weltweite Herausforderung, die nur gemeinsam mit vielen Partnern bewältigt werden kann. Mit mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird das BioSC disziplinübergreifend erforschen, wie sich neue, auf biologischen Grundlagen basierende Produkte und Prozesse etablieren lassen.

Prof. Dr. Dr. H. Michael Piper, Rektor der Heinrich-Heine-Universität: „Mit der Gründung von BioSC setzt unsere Universität ihre lange und sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum Jülich auf dem Gebiet der Biotechnologie fort. Wir entwickeln unsere besonderen Kompetenzen vor allem auf dem Gebiet der Pflanzenwissenschaften in einem kooperativen Verbund in einer Weise, die wissenschaftlich herausragend und europaweit einmalig ist. Das wird die Attraktivität der HHU Düsseldorf auch für unsere Studierenden und Doktoranden noch weiter erhöhen.“

Kategorie/n: Pressemeldungen, Forschung News