Zum Inhalt springen Zur Suche springen

Ärztliche Fortbildung der Hautklinik:
1,5 Millionen leiden am 'offenen Bein'

Jede zweiter Frau über 50 hat heute die Anlage für Krampfadern. Wenn dann keine ärztliche Behandlung erfolgt, führt dies in vielen Fällen zum "Ulcus cruris", dem "offenen Bein." Zu diesem Thema findet am 1. März eine Fortbildungsveranstaltung der Uni-Hautklinik statt.

Jede zweiter Frau über 50 hat heute die Anlage für Krampfadern. Wenn dann keine ärztliche Behandlung erfolgt, führt dies in vielen Fällen zum "Ulcus cruris", dem "offenen Bein."

"Mit 1,5 Millionen Erkrankten ist das Ulcus cruris eine versteckte Volkskrankheit, der leider viel zu wenig Beachtung geschenkt wird", so Dr. Thomas Heisterkamp von der Hautklinik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Für einige Patienten bedeute die Krankheit einen mehrjährigen Leidensweg. Das "offene Bein" ist genau so häufig wie Schuppenflechte oder Diabetes und verursacht enorme Kosten.

Die Düsseldorfer Uni-Dermatologen veranstalten nun eine interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung zu diesem Thema. Am 1. März werden mehr als 200 Ärzte aus ganz Nordrhein Westfalen in der MNR-Klinik (Hörsaal 13 A) erwartet. Angesprochen sind u.a. Allgemeinmediziner, Internisten, Rheumatologen, Gefäßchirurgen, Diabetologen, Dermatologen und alle anderen Mediziner, die Patienten mit offenem Bein behandeln. Dr. Heisterkamp: "Eine erfolgreiche Therapie der Problemfälle erfordert heute eine enge kollegiale Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Medizinern in Kliniken. Diese Tagung soll eine bessere Zusammenarbeit fördern."

Deshalb berücksichtigt die Fortbildungsveranstaltung besonders auch übergreifende Fragestellungen. Organisator Dr. Helger Stege von der Uni-Hautklinik: "Die Ursachen der Krankheit sind vielfältig und beschränken sich nicht auf einzelne medizinische Disziplinen. Daher ist es wichtig, daß wir uns interdisziplinär den Herausforderungen des offenen Beins stellen." Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung sei immer eine sinnvolle Diagnostik, die leider vielfach oft zu kurz käme.

Themen der Veranstaltung sind zum Beispiel neue Erkenntnisse der Wundheilung, wie etwa die Vakuum-Versiegelung oder die Transplantation von Eigenhaut.

Weitere Informationen: Dr. Helger Stege (0211 / 81 1 88 34) oder Dr. Thomas Heisterkamp (0211 / 81 1 76 15).

Autor/in: Lutz Mäurer / Rolf Willhardt
Kategorie/n: Pressemeldungen