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Freundesgesellschaft:
1998 mehr als 4,6 Mio. DM für die Universität

Dr. Günther Wille (links) ist neuer Ehrensenator der Universität. Während der Jahresveranstaltung der Freundesgesellschaft erhielt er die Auszeichnung durch Rektor Prof. Dr. Gert Kaiser. 1998 stellte die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (GFFU) mehr als 4,6 Mio. DM für die Unterstützung von Forschung und Lehre zur Verfügung. Das teilte GFFU-Präsident Dr. h.c. Rolf Schwarz-Schütte bei der Mitgliederversammlung im Industrie-Club mit.

1998 stellte die Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (GFFU) mehr als 4,6 Mio. DM für die Unterstützung von Forschung und Lehre zur Verfügung. Das teilte GFFU-Präsident Dr. h.c. Rolf Schwarz-Schütte auf der Jahresveranstaltung der Gesellschaft am 18. November im Industrie-Club mit.

Die Gelder seien aus den Vermögenserträgen der GFFU, der von ihr verwalteten 12 Stiftungen und des Cecile und Oskar Vogt-Instituts für Hirnforschung GmbH geflossen, ferner aus zweckgebundenen und freien Spenden sowie aus den Beiträgen der 416 persönlichen und institutionellen Mitglieder. Die bewilligten Mittel hätten u.a. der Finanzierung von Gastvorlesungen sowie von Tagungs- und Forschungsreisen, der Anschaffung dringend benötigter Geräte und Materialien, der Publikation wissenschaftlicher Literatur, der Veranstaltung von Symposien und Kongressen, der Vergabe von Stipendien und dem Studentenaustauch gedient.

Ein besonderer Schwerpunkt sei im Berichtsjahr die Mitfinanzierung von Schloß Mickeln gewesen, der neuen Tagungs- und Begnungsstätte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Um der Universität bei der Deckung der unerwartet gestiegenen Umbaukosten zu helfen, habe die GFFU auf Initiative ihres stellvertretenden Vorsitzenden, Prof. Dr. Joachim Funk, im laufenden Jahr weitere 500.000 DM bei namhaften Düsseldorfer Unternehmen gesammelt.

Besonderen Wert - so Dr. Schwarz-Schütte - lege die GFFU seit jeher darauf, ihre Fördertätigkeit mit so wenig Bürokratie wie möglich zu belasten. Angesichts eines Verwaltungsaufwands von 3,3 Prozent - verglichen mit den Gesamtaufwendungen - sei dieses Ziel auch 1998 wiederum erreicht worden. Die GFFU schneide damit im Wettbewerb mit anderen gemeinnützigen Organisationen ausgesprochen günstig ab.

Wie die GFFU weiter mitteilt, seien ihr in letzter Zeit erneut einige größere Zustiftungen anvertraut worden. Das betreffe zum einen die Konrad-Henkel-Stiftung, deren Kapital anläßlich des Todes ihres Gründers und Namengebers um 500.000 DM auf 2,5 Mio. DM aufgestockt worden sei, was vor allem zusätzliche Möglichkeiten der Förderung der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät mit sich bringe. Zum anderen profitiere davon die Dr.-Günther-Wille-Stiftung, die sich insbesondere der Unterstützung des medizinischen wissenschaftlichen Nachwuchses widme; hier habe der Stifter eine Kapitalerhöhung von 200.000 DM vorgenommen.

Die sparsame und sorgfältige Verwaltung der ihr anvertrauten Mittel führe dazu, daß der GFFU immer wieder neue treuhänderische Aufgaben übertragen würden. Zur Zeit befasse sich die Gesellschaft zusammen mit dem Prodekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, Univ.-Prof. Dr. Winfried Hamel, u.a. mit der Gründung einer "Forschungsstiftung Dienstleistungs-Management".

Im Rahmen der Jahresveranstaltung der GFFU wurden auch zwei wissenschaftliche Preise verliehen. Den mit 20.000 DM ausgestatteten "Preis der Gesellschaft von Freunden und Förderern" erhielt Priv.-Doz. Dr. rer. nat. Arnulf Staib für seine Habilitationsschrift "Quantenmechanische Prozesse in Flüssigkeiten". Prof. Staib wurde 1964 in Darmstadt geboren, wo er auch an der TH in der Physikalischen Chemie seine Diplomarbeit schrieb. 1991 folgte die Promotion an der TU München, 1996 ein Habilitationsstipendium der DFG in Düsseldorf.

Der mit 25.000 DM dotierte "Reinhard-Heynen- und Emmi-Heynen-Preis" wurde Prof. Dr. jur. Michael Sachs für die Bearbeitung und Herausgabe des nach ihm benannten Grundgesetz-Kommentars zuerkannt. Prof. Sachs, 1951 in Duisburg geboren, studierte Jura in Köln, wo er 1978 promovierte. 1985 folgte dort die Habilitation. Stationen des akademischen Werdegangs waren dann Professuren in Augsburg und Potsdam. Seit 1995 ist Prof. Sachs Lehrstuhlinhaber für "Staats- und Verwaltungsrecht" an der Heinrich-Heine-Universität.

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Ein besonderer Akzent wurde in der GFFU-Jahresveranstaltung durch die Verleihung der Würde eines Ehrensenators an Dr. Günther Wille gesetzt. Die Verleihung nahm der Rektor der Heinrich-Heine-Universität, Univ.-Prof. Dr. Gert Kaiser, vor, der die großen Verdienste erwähnte, die sich Dr. Wille um die Universität erworben habe.

Den Festvortrag hielt der Dekan der Juristischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität, Univ.-Prof. Dr. Dirk Olzen, über das Thema "Das nichteheliche Kind als Erbe - Ende eines dornenreichen Weges". Er zeichnete dabei in sehr interessanter Weise die Entwicklung von der früheren rechtlichen Diskriminierung bis zur heutigen Gleichbehandlung mit ehelichen Kindern nach.

In der vorangegangenen Mitgliederversammlung hatte Dr. Schwarz-Schütte darum gebeten, nach langjähriger Präsidentschaft Mitte des Jahres 2000 von seinem Amt entbunden zu werden. Die Mitglieder nahmen diesen Wunsch mit großem Bedauern, aber auch Verständnis entgegen. Zum Nachfolger wurde bereits jetzt Prof. Dr. Joachim Funk gewählt. Für den ausscheidenden Präsidenten Dr. Schwarz-Schütte und Univ.-Prof. Ulrich Hadding wurden Univ.-Prof. Dr. Jürgen Schrader und Univ.-Prof. Dr. Detlev Riesner in den Vorstand berufen. Für eine neue Amtsperiode wiedergewählt wurde Univ.-Prof. Dr. Hansgeorg Molitor. Weiterer Stellvertreter des neuen Präsidenten ist Dr. Hans Dietrich Winkhaus.

Kategorie/n: Pressemeldungen