Gegründet wurde das Archiv am 2. Mai 2001. Seitdem werden hier archivwürdige Akten der HHU sowie ihrer Vorgängereinrichtungen (insbesondere der 1907 gegründeten Akademie für praktische Medizin, seit 1923 Medizinische Akademie) aufbewahrt. Ebenso wie Nachlässe von Professorinnen und Professoren sowie Unterlagen der studentischen Selbstverwaltung.
Für Gäste besonders anschaulich sind Objekte wie Fotos, Flyer, Plakate, Karten und Pläne, die in entsprechenden Boxen verwahrt werden, um sie vor Staub und Licht zu schützen. Ein Highlight ist ein rund 100 Jahre alter Wäschewagen aus dem Klinikum. Herausragend auch die Heine-Gussform nach einer Statuette von Hugo Lederer, die etwa 50 Zentimeter groß ist. Nach ihr wurde das Heine-Denkmal vor der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) gefertigt.
„Über 700 laufende Meter Archivgut betreuen wir hier im Gebäude 23.03 mit unserem Team“, berichtet Archivarin Antina Scholz. „Aktuell wird daran gearbeitet, ein digitales Archiv aufzubauen, denn in Zeiten digitaler Akten stoßen Archivboxen an ihre Grenzen.“ Organisatorisch gehört die Einrichtung zur ULB. Forschende, Studierende und Interessierte können nach Voranmeldung das Archiv nutzen und hin und wieder werden Führungen angeboten.
So auch zum Tag der Archive, den es ebenfalls seit 2001 gibt. Alle zwei Jahre wird die Archivarbeit in Deutschland ins Rampenlicht gerückt. Etwa mit Sonderführungen durch sonst unzugängliche Magazine, Ausstellungen von Originaldokumenten, Mitmach-Aktionen usw. Die Düsseldorfer Einrichtungen machen aus dem Tag eine ganze Woche. Vom 8. bis zum 15. März gibt es viele spannende Angebote der verschiedenen Sparten. Das HHU-Archiv bietet am 10. März ab 15 Uhr eine Führung durch ihre Räume und durch die Jubiläumsausstellung an. Treffpunkt: Gebäude 23.03, Ebene 02, Raum 60.
Ausstellung in der Zentralbibliothek am Campus
„Ausgepackt – Geschichte und Geschichten. 25 Jahre Universitätsarchiv Düsseldorf“ heißt die Schau, die vom 10. März bis zum 3. Mai 2026 im ULB-Foyer zu sehen ist. Zugänglich zu den Öffnungszeiten der Bibliothek. Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens werden die Aufbewahrungsboxen geöffnet und ausgewählte Archivalien präsentiert. Durch sie werden historische Ereignisse lebendig – so beispielsweise die Universitätsgründung, der Campusbau und der Namensstreit. Weitere Exponate skizzieren das studentische Leben an der HHU. Welch wichtige Quellen Nachlässe darstellen, wird anhand des Nachlasses des Pharmakologen und Toxikologen Professor Wolfgang Wirth beleuchtet.