In der Blutspendezentrale der Heinrich-Heine-Universität praktizieren 19.000 Blutspender mehrmals im Jahr den Weltgesundheitstag, stillschweigend und selbstverständlich.
Sie spenden entweder aus sozialem Verantwortungsbewußtsein, aus Dankbarkeit für die eigene Gesundheit oder weil Sie einen Beitrag leisten möchten zu dem Kontingent der jährlich 60.000 benötigten Blutkonserven. "Wenn es einen selbst mal trifft, hat man nicht so ein schlechtes Gewissen", so die Begründung einer Spenderin.
Die Düsseldorfer spenden gerne in der Universität, denn die Blutprodukte der Uni-Blutspendezentrale sind besonders sicher. Das ergeben die regelmäßig durchgeführten Qualitätskontrollen. "Wir sind stolz darauf, daß die Rate transfusionsbedingter Reaktionen am Düsseldorfer Universitätsklinikum mit 0,15 Prozent pro Jahr weit unter der anderer großer Zentren (3 bis 9 Prozent) liegt," so Prof. Dr. Rüdiger E. Scharf, Direktor der Uni-Blutspendezentrale. Dennoch fehlt es an Spendern, weil die gesundheitlichen Kriterien sehr streng sind und immer wieder Blutspender durch Wegzug verloren gehen.
"Eigentlich müßte jeder gesunde Erwachsene mit einem Mindestgewicht von 50 kg Blut spenden. Hand auf's Herz, wer kommt dieser sozialen Verpflichtung schon nach?"
Das Dilemma besteht darin, daß gerade gesunde Menschen nicht an Krankheit denken.
Viele Mitbürger nehmen sich vor, Blut zu spenden, schieben die erste Blutspende aber immer wieder vor sich her. Jeder kann etwas für die Blutspende tun. Die Uni-Blutspendezentrale hat z.B. ein Volontärprogramm eingerichtet. Blutspender klären in ihrem sozialen Umfeld über die Blutspende auf oder organisieren Gruppenspenden.
"Heute kommen z.B. 25 Schüler des Düsseldorfer Goethe-Gymnasiums zum Spenden. Denn wir müssen schon heute etwas für die Blutreserven von morgen tun, um unseren Auftrag zur Versorgung der Kranken erfüllen zu können", sagt Prof. Scharf. Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung und soziales Verantwortungsbewusstsein sind besonders wichtig.
Weitere Informationen unter: http://www.uni-blutspende.de oder über Infotelefon: 0211/ 81-1 85 58
Weltgesundheitstag am 7. April: Blutspende rettet Leben!
Kategorie/n:
Pressemeldungen