
Dreharbeiten in der Universitäts- und Landesbibliothek: Restaurator Otmar Wetten demonstriert, wie eine beschädigte bibliophile Kostbarkeit zu neuem Glanz kommt.
Vor über zehn Jahren startete die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf die Aktion "Buchpaten gesucht". Es ging darum, Handschriften und Alte Drucke vor dem Verfall zu retten. Was Geld kostet. Der Appell an die Öffentlichkeit blieb nicht ungehört: Zahlreiche Düsseldorfer Bürger und auch Unternehmen übernahmen die Patenschaft über "Buchpatienten" und finanzierten deren Restaurierung.
Im vergangenen Jahr wurde eine zweite Patenschafts-Aktion gestartet. "Bislang konnten fast 30 wertvolle Bücher gerettet werden", freut sich Prof. Dr. Heinz Finger. Einer der Spender-Paten ist Heinz Urselmann (68) aus Düsseldorf. Der ehemalige Architekt finanzierte die Restaurierung von gleich drei alten Handschriften, die sonst unwiederbringlich verloren gewesen wären. Zwei konnte er heute zum erstenmal in prächtigem Zustand bewundern: eine Abschrift der "Gespräche der Mönchsväter" des Johannes Cassian (1478) und die "Predigten über das Hohelied" von Bernhard von Clairveaux aus dem 15. Jahrhundert, übrigens ein Exemplar aus dem ehemaligen Düsseldorfer Kreuzkirchen-Konvent.
Buchpate Heinz Urselmann (links) und Prof. Dr. Heinz Finger, der "Vater" der Aktion.
Fotos: Manfred Gelpke
WDR drehte in der ULB Buchpaten gefunden!
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