In Zusammenarbeit mit dem Ostasien-Institut der Heinrich-Heine-Universität zeigt die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf in ihrer Herbstausstellung (15. 10. bis 27. 11.)Werke des chinesischen Künstlerehepaares Huan Mou und Ying Wang. Beide Künstler stammen aus der südchinesischen Provinz Sichuan und sind zur Zeit Gaststudenten bei den Professoren Konrad Klapheck und Jörg Immendorf an der Düsseldorfer Kunstakademie.
"Der Zeitungsleser" / Huan Mou 1998 Im Mittelpunkt des Schaffens von Huan Mou (geb. 1959) steht die Ölmalerei. Schon während seiner Ausbildung in China setzte er sich intensiv mit der europäischen Malerei auseinander. Inzwischen hat er seinen eigenen Stil gefunden und es ist ihm gelungen, die traditionelle chinesische Malerei mit moderner westlicher Bildsprache zu verbinden. In blassen, kühlen Farben erscheinen auf seinen Bildern Straßenzüge mit geschlossenen Mauern und überraschenden Durchblicken. Davor agieren Menschen, die seltsam verloren und einsam wirken, oft gesichtslos sind. Huan Mou reflektiert in seinen Arbeiten die Entwicklung von Kultur und Gesellschaft.
Anders als ihr Mann arbeitet die temperamentvolle Ying (geb. 1962) mehr mit den traditionellen künstlerischen Techniken Chinas. Neben ihren Öl- und Acrylbildern mit märchenhaft anmutenden Motiven - weich, phantasievoll und farbenfroh -, die sich durch intensive Leuchtkraft auszeichnen, fertigt sie auch Holzschnitte an. Als Drittes bemalt sie Lackobjekte - bevorzugt Teller -, die in der komplizierten und aufwendigen Technik des alten China hergestellt werden. Die Motive sind ebenso leicht und fröhlich, wie die ihrer Ölbilder und Zeichnungen - kleine Figuren, florale Elemente, liebevoll verspielt, die eine heitere Welt bevölkern und zum Schmunzeln einladen.
Das Künstlerpaar hat eine eigene Seite im Internet:http://welcome.to/mou
Neben dem Ostasien-Institut fördern auch der Medici-Club Düsseldorf und der Freundeskreis Heinrich Heine die Ausstellung im Foyer der Universitäts- und Landesbibliothek.
(Ansprechpartner: Rudolf Schmitt-Föller, Ausstellungsreferat, Tel. 81-15288)
Ausstellung in der ULB: 'Chinesische Impressionen'
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