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Ausstellung in der Bibliothek:
Friedrich Spee und das nördliche Rheinland

Die neue Ausstellung der Universitäts- und Landesbibliothek (11. September bis 13. Oktober) ist dem "Hexenanwalt", Dichter und Aufklärer Friedrich Spee von Langenfeld gewidmet, der 1591 in Kaiserswerth geboren wurde und 1635 in Trier gestorben ist.

Die neue Ausstellung der Universitäts- und Landesbibliothek (11. September bis 13. Oktober) ist dem "Hexenanwalt", Dichter und Aufklärer Friedrich Spee von Langenfeld gewidmet, der 1591 in Kaiserswerth geboren wurde und 1635 in Trier gestorben ist.

Im Mittelpunkt steht aber nicht unmittelbar die schon oft in wissenschaftlichen Tagungen und Symposien behandelte Größe Spees in der Geschichte der Humanität und seine poetische Leistung als einer der größten rheinischen Dichter. Ziel dieser Ausstellung ist vielmehr, die geistige und politische Umwelt seines Lebens und Wirkens vornehmlich im Rheinland darzustellen und außerdem Hinweise auf das in zahlreichen Kirchenliedern bis heute lebendige Nachwirken Friedrich Spees in seiner rheinischen Heimat zu geben.

Die Ausstellung, zu der ein Katalog erscheinen wird (zum Preis von 12,- DM ab 11.9. in der Bibliothek erhältlich), beschränkt sich im wesentlichen auf folgende Aspekte:

  • Erstens geht es um das theologische und kirchenpolitische Umfeld seines Lebens, das damals im sogenannten Zeitalter der Konfessionalisierung für fast jeden Menschen, ganz besonders aber für einen Jesuitenpater wie Friedrich Spee von Langenfeld, von wahrhaft ausschlaggebender Bedeutung war.

  • Sodann werden die politischen Rahmenbedingungen für seine individuelle Existenz behandelt, der Themenbereich, der auch die im damaligen Rheinland geführten Kriege mit einschließt.

  • Der dritte Aspekt betrifft die rheinische Barockkultur, zu deren bedeutendsten Vertretern gewiß Friedrich Spee als Dichter gehört hat.

  • Der Aberglaube an Hexerei, die Hexenverfolgungen im Rheinland und die Gegner der Hexenverfolgung bilden einen weiteren Schwerpunkt der Ausstellung.

  • Schließlich wird der religiöse Liederdichter Spee in seiner Wirkung behandelt, die seinen (auch) im Rheinland nachdauernden Einfluß bis zur Gegenwart mit umfaßt.

    Diese Ausstellung, die von der Universitäts- und Landesbibliothek in Zusammenarbeit mit der Friedrich-Spee-Gesellschaft Düsseldorf gestaltet wurde, zeigt mehr als 60 Exponate aus den historischen Sondersammlungen der Bibliothek.
  • Autor/in: Rolf Willhardt
    Kategorie/n: Pressemeldungen