Stephan Schiller heißt der neue C4-Professor für Experimentalphysik. Der erst 35jährige Physiker kommt von der Universität Konstanz nach Düsseldorf. Trotz seines geringen Alters kann Prof. Schiller einen internationalen Werdegang vorweisen. Kindheit und Jugend verbrachte er in Norditalien, wo er an einer Europäischen Schule sein Abitur machte. Er studierte Physik an der Technischen Universität München und anschließend in Gainesville, Florida.
Die Promotion über Laseroptik erfolgte 1993 an der renommierten Stanford-University in Kalifornien. Nach dem siebenjährigen USA-Aufenthalt kehrte er nach Deutschland zurück, um an der Universität Konstanz eine Forschungsgruppe zur Quantenoptik aufzubauen. Dort habilitierte er sich 1997. Er erhielt mehrere Preise: den Eurotary-Preis 1995, den Otto-Klung-Preis 1997 und den Gerhard-Hess-Forschungspreis 1998.
An der Heinrich-Heine-Universität möchte Prof. Schiller zwei neue experimentelle Arbeitsgebiete einführen. Er wird sich zum einen der Erzeugung, Untersuchung und Anwendung ultrakalter Atome und Moleküle widmen. Durch die Wechselwirkung mit Laserlicht lassen sich diese mikroskopischen Teilchen auf Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt abkühlen, bei denen sie fast zum Stillstand kommen. Interessant ist dies, weil dann ein Ansammlung von Teilchen einen besonderen kollektiven Zustand einnehmen kann, und eine Art "Quantenpudding" bildet.
Der zweite Forschungsschwerpunkt beschäftigt sich mit der Entwicklung von hochempfindlichen Kraftsensoren, mit denen insbesondere die Gravitationskraft zwischen kleinen Massen gemessen werden soll.
Mountain-Biking und Windsurfen zählen ebenso zu den Hobbys des Physikers wie italienische Architektur.
Neuer C4-Professor für Experimentalphysik Internationaler Werdegang mit 35 Jahren
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