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Neue studentische Rechtsberatung
„LitReBa“ bietet juristischen Faktencheck für kreative Texte

Was passiert, wenn das Ermittlungsverfahren in einem Krimi völlig unrealistisch abläuft oder rechtliche Abläufe in einem Roman durcheinandergeraten? Angesichts der Komplexität des Rechts ist das nachvollziehbar. Solche Ungenauigkeiten können jedoch schnell zu Missverständnissen über die geltende Gesetzeslage führen. Genau hier setzt die literarische Rechtsberatung der Juristischen Fakultät, kurz „LitReba“, an.

Hinter der neuen juristischen Rechtsberatung stehen die Strafrechtlerin Prof. Dr. Anne Schneider (3. v. l.) sowie das studentische Team Clara Beckmann Petey, Anton Dierkes und Aaron Wesche. (Foto: Anne Schneider / HHU)

Ein Team von Jurastudierenden unterstützt Autoren und Autorinnen bei rechtlichen Fragen zu Figuren, Konflikten und Handlungen aus ihrem Werk. Ob Roman, Drehbuch oder Theaterstück: Szenen oder ganze fiktive Sachverhalte werden auf ihre juristische Plausibilität geprüft. 

Das innovative Lehrprojekt steht unter der Leitung von Strafrechtsprofessorin Dr. Anne Schneider und startet im April. Es richtet sich niedrigschwellig an alle, die fiktionale Texte schreiben und in denen rechtliche Aspekte eine Rolle spielen. Dazu zählen etwa Strafverfahren in Krimis, Vertragsfragen in Dramen oder rechtliche Konflikte in Kurzgeschichten. Wichtig ist: Es geht ausschließlich um fiktionale Inhalte und Fragestellungen nach deutschem Recht. 

Nach einer kurzen Beschreibung des Projekts und der konkreten Fragestellung bearbeiten die Jurastudierenden der HHU die Anfragen kostenfrei. Sie analysieren die rechtlichen Aspekte des Textes und erarbeiten eine fundierte Einschätzung. Das Ergebnis erhalten die Verfasserinnen und Verfasser, wenn sie möchten, schriftlich per E-Mail. Die Beratung erfolgt eigenständig durch die Studierenden, jedoch unter fachlicher Aufsicht.

LitReba verbindet Kreativität und Recht auf einzigartige Weise – und lädt Schreibende dazu ein, ihre Geschichten auf ein neues Level zu heben. Wer möchte, dass die eigene Fiktion auch juristisch überzeugt, ist hier genau richtig.

Angeboten wird die Beratung ab April 2026. Anfragen können bereits jetzt über das Kontaktformular auf www.litreba.de gestellt werden. Hier finden sich auch weitere Informationen.

Kontakt:
Prof. Dr. Anne Schneider
Inhaberin des Lehrstuhls für Deutsches, Europäisches und Internationales Strafrecht

litreba(at)hhu.de 

 

 

 

Autor/in: Carolin Grape
Kategorie/n: Schlagzeilen, Pressemeldungen

Das offizielle Keyvisual (©HHU/Anne Schneider)