Moralische Urteile erscheinen uns oft als zwingend und indiskutabel. Es ist moralisch falsch, Unschuldige zu quälen – Ende der Diskussion. Die Menschenwürde ist unantastbar – Punkt. Wenn Menschen über moralische Ansichten streiten, nehmen wir typischerweise an, dass einer von beiden recht hat und der andere sich notwendigerweise irrt. Moral ist keine Geschmackssache und keine Frage der Perspektive. Oder?
Empirische Studien aus der moralischen Psychologie legen nahe, dass unsere moralischen Überzeugungen viel flexibler sind, als wir glauben. Sie hängen nicht nur vom kulturellen Hintergrund und unserer Erziehung ab, sondern auch von ganz konkreten situativen Faktoren. Was bedeuten solche Befunde für die Philosophie? Ist Moral womöglich doch eher Ausdruck persönlicher Präferenzen – aber keine objektive Tatsache?
Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 30. Oktober 2025 ab 19:00 Uhr im Haus der Universität statt. Der Einlass beginnt um 18:30 Uhr.
Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen empfiehlt es sich, frühzeitig nach Einlassbeginn vor Ort zu sein. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!
Zur Person:
Pascale Willemsen ist Professorin für Philosophie an der Universität Zürich. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Moralphilosophie, Metaethik sowie Moralpsychologie und der experimentellen Philosophie. Sie hat sich intensiv mit der Zuschreibung moralischer Verantwortung beschäftigt. Aktuell forscht Sie zu evaluativer Sprache und deren Rolle in metaethischen Debatten sowie moralischem Lob.
Weitere Informationen unter denXte.de
denXte macht Philosophie interaktiv! Moral – Alles einfach eine Frage des (guten) Geschmacks?
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Prof. Dr. Pascale Willemsen und denXte diskutieren gemeinsam mit dem Publikum über Moral
Kategorie/n:
Schlagzeilen, Pressemeldungen