Foto: Rolf Willhardt
NRW-Ministerpräsident Wolfgang Cement (rechts) stellte heute der Öffentlichkeit den vierten Band der Edition nordrhein-westfälischer Kabinettsprotokolle vor, die den Zeitraum 1958 bis 1962 (erstes Kabinett Franz Meyers) umfassen. Bearbeiter ist der Düsseldorfer Historiker Prof. Dr. Volker Ackermann (2.v.r.). Herausgegeben wird die Reihe von Prof. Dr. Kurt Düwell (Lehrstuhl für Neuere Landesgeschichte, Heinrich-Heine-Universität) und dem Leiter des NRW-Hauptstaatsarchivs, Prof. Dr. Ottfried Dascher (v.l.).
Im Zeitraum von 1958 bis 1962 entschied das Kabinett über die Gründung der Ruhr-Universität Bochum und über eine Hochschule am Standort Dortmund, sowie über die Einrichtung von Ingenieurschulen in Köln, Paderborn und Burgsteinfurt. Das Kabinett Meyers befaßte sich vor allem wegen der sich seit 1958 verschärfenden Kohlekrise intensiv mit Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Struktur des Landes. So kam es zur Ansiedlung der Opel-Werke in Bochum.
Auf dem Gebiet der Wasserwirtschaft fielen Entscheidungen, um Raum für Talsperren zu schaffen, und zum Hochwasserschutz. Die Elektrifizierung zahlreicher Bundesbahnstrecken in NRW war ebenso Gegenstand der Beratungen in diesem Zeitraum wie der Ausbau des Flughafens Düsseldorf-Lohausen für den internationalen Luftverkehr.
Darüber hinaus brachte das Kabinett Meyers eines der ersten Immissionsschutzgesetze in der Bundesrepublik auf den Weg und befaßte sich mit Planungen zur Verwaltungsreform. Die Gründung einer staatlichen Kunstsammlung in Düsseldorf wurde ebenfalls vom Kabinett Meyers beschlossen. Den Grundstock für diese "Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen" bildeten die Werke des Malers Paul Klee, die für 6,5 Millionen DM aus Überschußmitteln des Westdeutschen Rundfunks angeschafft werden konnten
Neuer Band der Kabinettsprotokolle NRW: Tagebuch staatlicher Macht
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