Den mit 2.000 Mark dotierten Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen erhielt heute Thomas Lekeanyi aus Kamerun. Der 31jährige ist der erste Student aus Schwarzafrika an der Heinrich-Heine-Universität, der mit dem Preis ausgezeichnet wird.
Thomas Lekeanyi wurde in dem kleinen Dorf Lebang-Fontem (Kamerun) geboren. Zunächst war er in seinem Heimatland als Lehrer tätig, 1995 kam er dann nach Düsseldorf - ohne ein Wort Deutsch zu sprechen. Nach Sprachkursen nahm er 1996 sein Studium an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf auf. Sein Hauptfach ist Pädagogik, als Nebenfächer belegt er Soziologie und Anglistik. Neben seiner fachlichen Leistung lobte Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Christine Schwarzer sein soziales Engagement: "Herr Lekeanyi gibt täglich an der Universität eine gute Modellperson für angemessenes und gelungenes Miteinanderleben mehrerer Kulturen ab, indem er demonstriert, daß es möglich ist, gleichzeitig zu seiner Heimatkultur zu stehen und weltoffen zu sein."
Thomas Lekeanyi vermittelt für deutsche Studenten Praktikantenplätze in Kamerun und ist Teilnehmer einer Bonner Tanzgruppe für Traditionelle Tänze aus Kamerun. Seit 1997 ist Lekeanyi Vorsitzender der "Seat of Wisdom College Ex-Student Association Germany-Branch". Er kümmert sich um ehemalige Kameruner College-Studenten, die in Deutschland studieren, und hilft ihnen bei Problemen. Darüber hinaus hat der Pädagogik-Student die Vereinigung zu einer Plattform für internationale Begegnung ausgebaut.
DAAD-Preis 1999 Thomas Lekeanyi ausgezeichnet
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