Knirschen Sie mit den Zähnen und würden gerne etwas dagegen tun? Ein interdisziplinäres Forscherteam der Heinrich-Heine-Universität sucht noch Teilnehmer für eine von der deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Studie zur Therapie des Zähneknirschens.
Da es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen Streß und nächtlichem Zähneknirschen - in Fachkreisen Bruxismus genannt - gibt, wurde ein psychotherapeutisches Gruppenprogramm entwickelt, das die Streßverarbeitung verbessern und gewohnheitsmäßiges nächtliches Knirschen verringern soll.
In der wissenschaftlichen Studie soll die Wirksamkeit des psychotherapeutischen Programms im Vergleich zu einer herkömmlichen zahnärztlichen Therapie (Aufbißschiene) überprüft werden.
Interessierte Probanden müßten bereit sein, über einen Zeitraum von bis zu einem dreiviertel Jahr für insgesamt 15 diagnostische Untersuchungen und zwölf einmal pro Woche stattfindende therapeutische Gruppensitzungen in Düsseldorf zur Verfügung zu stehen. Bei den zwölf Gruppensitzungen handelt es sich um kombinierte psychotherapeutische Interventionsmethoden aus Entspannungstraining, Biofeedback und Streßbewältigung. Die diagnostischen Untersuchungen beinhalten neben Fragebögen, zahnärztlichen und pychophysiologischen Untersuchungen unter anderem auch das nächtliche Aufzeichnen der Knirschaktivität der Muskulatur und das Tragen einer diagnostischen Aufbißschiene.
Die Studie wird vom Labor für psychophysiologische Affektforschung an der Heinrich-Heine-Universität (Leitung: Prof. Dr. Matthias Franz) in Zusammenarbeit mit der Poliklinik für Zahnerhaltung und Präventive Zahnheilkunde der Westdeutschen Kieferklinik (Leitung: Prof. Dr. Wolfgang H.-M. Raab) durchgeführt.
Anmeldung und Informationen bei Dipl.-Psych. Ralf Schäfer montags und donnerstags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr und mittwochs von 14 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 0211 - 81-1 25 36.
Affektforschung: Zähneknirscher gesucht!
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