Den mit insgesamt 50.000 DM dotierten Heinz-Ansmann-Preis für AIDS-Forschung teilen sich in diesem Jahr Prof. Dr. Frank D. Goebel (München) und Prof. Dr. Joachim Hauber (Erlangen). Die Auszeichnungen wurden ihnen heute vom Rektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Prof. Dr. Gert Kaiser, überreicht.
Prof. Goebel, 1941 geboren, studierte Medizin in Bonn, Giessen, Berlin, München und Berlin. Er ist Leiter der Infektionsambulanz des Universitätsklinikums München, seit 1987 Mitglied des Nationalen AIDS-Beirates der Bundesregierung und in zahlreichen Gremien zur Erforschung und Bekämpfung der Immunschwäche tätig. 1996 war er Präsident des 6. Deutschen AIDS-Kongresses. Das Thema seines Vortrages zur Preisverleihung lautete "Lust und Frust der klinischen AIDS-Forschung".
Preisverleihung im Heinrich-Heine-Saal (v.l.): Rektor Prof. Gert Kaiser, Preisträger Prof. Dr. Joachim Hauber und der Neffe des Stifters, Dr. Achim Ansmann.
Foto: Manfred Gelpke
Prof. Hauber wurde 1955 geboren. Er studierte Biologie in Tübingen, promovierte 1986 in München zum Dr. rer. nat. und verbrachte danach zwei Studienjahre in den USA. Von 1989 bis 1996 war er in Wien als Laborleiter eines Pharmaunternehmens in der präklinischen Forschung tätig. Seit 1996 ist er Lehrstuhlinhaber für das Fach Virologie am Institut für Klinische und Molekulare Virologie der Universität Erlangen-Nürnberg. Prof. Hauber sprach bei der Preisverleihung zum Thema "Von der Grundlagenforschung zur Entwicklung neuartiger Hemmstoffe der HIV-1 Vermehrung".
Der Preis wird von der Heinz-Ansmann-Stiftung vergeben, die der Düsseldorfer Bankier i.R. Heinz Ansmann 1985 als erste private AIDS-Stiftung der Bundesrepublik ins Leben gerufen hatte. Heinz Ansmann, Ehrensenator und Träger der Ehrenmedaille der Universität, verstarb 1999 im Alter von 93 Jahren.
Ansmann-Preis: Zwei AIDS-Forscher ausgezeichnet
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